Gesellschaft

Gesellschaftliche Fragen rücken vermehrt in den Fokus der Gemeinde- und Regionalentwicklung. Herausforderungen, die der demografische Wandel mit sich bringt, sind zu begegnen.

Alter

Die Gemeinden der Regio sind in der Altersarbeit sehr verschieden aufgestellt. Auch zeigt sich die Altersstruktur sehr unterschiedlich. Die Stadt Frauenfeld hat im Dezember 2013 ihr Alterskonzept erlassen und damit im Kanton Pionierarbeit geleistet. Zurzeit werden verschiedenste Umsetzungsprojekte realisiert. Frauenfeld arbeitet im Netzwerk altersfreundlicher Städte mit und führt seit Juni 2014 eine Anlaufstelle für Alters- und Generationenfragen, welche u. a. für die Vernetzung und Weiterentwicklung aller Angebote für das Alter und Älterwerden zuständig ist. Weiter fördert das partizipativ organisierte Frauenfelder Projekt AWIQ das Älterwerden zuhause.

 

Umsorgt älter werden

Die Age-Stiftung unterstützt die Zusammenarbeit der Gemeinden. Um dem demografischen Wandel zu begegnen, bündeln im Kanton Thurgau Stadt und Land die Kräfte. Die Stadt Frauenfeld und die Gemeinden Pfyn, Warth-Weiningen, Stettfurt und Matzingen nehmen am Projekt «Umsorgt älter werden in der Region Frauenfeld» teil, dessen Ergebnisse auch weiteren Gemeinden dienen könnten. Zwei Schwerpunkte sind geplant. Zum einen erarbeiten die vier beteiligten Pilotgemeinden alterspolitische Grundlagen und profitieren dabei vom Know-How der Stadt. Zum anderen möchten die Verantwortlichen klären, wie sich Nachbarschaftshilfe und Freiwilligenarbeit im Altersbereich ausbauen lassen. Das Projekt wird von der Age-Stiftung im Rahmen ihres Programmes "Socius" unterstützt.

Zukunftskonferenzen

An den gut besuchten Zukunftskonferenzen, die zwischen Februar und März stattgefunden haben, konnte sich die Bevölkerung aktiv einbringen. In verschiedenen Gruppenarbeiten befassten sich die Teilnehmenden mit der aktuellen Situation der Altersarbeit in ihrer Gemeinde. Sie präsentierten erste Lösungsansätze für eine altersfreundliche Entwicklung, die dem Wunsch der meisten Betagten entgegenkommt, nämlich möglichst lange in einer vertrauten Umgebung leben zu können. Dabei zeigten die Workshops, dass es neben gemeindespezifischen Handlungsfeldern – Verkehrsfragen in Matzingen, Gesundheitsversorgung in Pfyn oder Anbindung an den Öffentlichen Verkehr in Stettfurt – verschiedene Themen gibt, welche die Bevölkerung in allen Pilotgemeinden beschäftigen.